Befüllung von Heizanlagen - neue Regelung seit 1. April 2012

Seit dem 1. April 2012 ist die Verwendung von vollentsalztem Wasser für die Befüllung von Heizanlagen gemäss SWKI BT102-01 zwingende Vorschrift. Es war längst an der Zeit, dass zu diesem Thema eine klare und einheitliche Qualitätsnorm geschaffen wird. Durch die geringere von entsalztem Wasser ausgehende Korrosions- und Ablagerungsgefahr ist in Zukunft von deutlich weniger Schäden und Garantiefällen auszugehen. Ausserdem sorgt die neue Gesetzgebung endlich für Rechtssicherheit bei Planern und Installateuren. Selbst die Umwelt profitiert, sie wird durch den effizienteren und langlebigeren Einsatz der modernen Hochleistungssysteme geschont.

Die neue SWKI-Richtlinie bedeutet jedoch eine deutliche Verschärfung gegenüber der bisherigen Praxis. Ausserdem ist die Herstellung von demineralisiertem Wasser leider teurer und oftmals aufwändiger als es die bisher eingesetzten, einfach und vollautomatisch mit Kochsalz regenerierten Enthärtungsanlagen waren. Diese Kehrseite kann beim hohen Mineralsalzgehalt des Rohwassers in Teilen der Schweiz rasch dazu führen, dass die Befüllung eines mittleren oder grösseren Heizsystems einige Tausend Franken kostet. Es gibt heute jedoch verschiedene Möglichkeiten, beispielsweise mobile Entsalzungsanlagen auf Basis von Membrantechnik, welche je nach Systeminhalt angewendet sehr preisgünstig und einfach anwendbar sind. Die Frage, welches Verfahren sich wann am besten eignet, ist deshalb die entscheidende. Hier gibt es inzwischen bereits diverse Empfehlungen und Praxisberichte. Die kostenoptimierte Durchführung der Befüllung ist mit den modernen Aufbereitungsmethoden ohne weiteres möglich, womit die neue Richtlinie für alle Beteiligten den grösstmöglichen Nutzen bringt.

Seitens Installateur begrüssen wir diese Entwicklung natürlich vor allem in Bezug auf die Effizienz der Geräte. Durch die ausbleibenden Kalkrückstände wird die Maschine langlebiger und bleibt auch länger voll leistungsfähig. Im Endeffekt profitiert beim Einsatz solcher Hochleistungssysteme auch die Umwelt, womit mit Einführung dieser neuen Gesetzgebung eine perfekte Win-Win-Situation erreicht wurde.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.swki.ch (Schweizerischer Verein von Gebäudetechnik-Ingenieuren).